Andreas Riebl

Wenn ich manchmal nicht weiter weiß, greife ich zum Instrument und spiele eine Melodie oder singe zur Gitarre.

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Musik als Ausdrucksform des Glaubens

Andreas Riebl

Manchmal denke ich, es waren ganz verschiedene Einflüsse, die in den einen Strom mündeten, der mich zum Theologiestudium trug. Diese Einflüsse gab es besonders in der Zeit bis zum Abitur. Ein ganz wichtiger ist die Musik.

Ich bin in Hamburg in einer vierköpfigen Familie aufgewachsen, in der Kirche keine herausragende Rolle gespielt hat. Aber wir wohnten in unmittelbarer Nähe einer Kirche. Dort ging ich erst zum Kindergottesdienst, eine eher frustrierende Erfahrung, dann aber auch zum Konfirmandenunterricht, eine interessante und wichtige Zeit. Außerdem hing in unserem Wohnzimmer an der Wand die alte Gitarre meines Vaters, die zwar kaum spielbar war, aber mein Interesse geweckt hatte. Ich nahm Unterricht, und als ich konfirmiert war, konnte ich auch die damals neu aufkommenden modernen Kirchenlieder begleiten.

Mit den Gospels und Kirchentagsschlagern entwickelte ich mich zu einem gefragten Teamer in der Konfirmanden- und Jugendarbeit. Später gründete ich mt Freunden eine Rockband, mit der wir sogar beim Abend der Begegnung auf dem Hamburger Kirchentag auftraten. Die vielen Erfahrungen und die Aufbruchstimmung in unserer gemeindlichen Jugendarbeit bestärkten mich dann in meinem Wunsch, Pastor zu werden. Über fast vier Jahrzehnte begleiten mich meine Gitarre und ihre Nachfolgerinnen nun in der Arbeit mit Menschen.

Auch wenn ich manchmal nicht weiter weiß, greife ich zum Instrument und spiele eine Melodie oder singe zur Gitarre. Meist kommen meine Gefühle und Gedanken dann wieder in Fluss.


Beziehungsweise – Anleiter und Vikare legen die Karten auf den Tisch

Beziehungsweise – Anleiter und Vikare legen die Karten auf den Tisch: © by Express Monorail/flickr.com

Der Predigerseminardirektor schaut freundlich in die Runde der anwesenden neuen Vikarinnen und Vikare, die sich zum ersten Mal der Gruppe ihrer möglichen künftigen Anleiter/innen gegenübersehen. Gleich wird in einem Verfahren, das ein wenig an "Speed-Dating" erinnert, Gelegenheit sein, einander in einer kurzen Begegnung zu erleben.

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